Opa ist tot. Alle sind traurig. Auch deshalb ist
Hummelchen fest entschlossen, Opas Ruheplatz zu einem lebendigen Ort zu machen,
der Insekten und andere Wildtiere einlädt. Zusammen mit der Familie gestaltet
das Mädchen ein artenreiches Naturgrab, das zu einer lebendigen Erinnerung an
Opa beiträgt.
Die einfühlsame Geschichte zeigt nicht nur einen Weg zur Verarbeitung von
Trauer auf, sondern regt auch zum Nachdenken über starre Normen der
Bestattungskultur an.
Ein umfangreicher Sachinformationsteil gewährt Einblick in den einzigartigen
Lebensraum Friedhof. Junge Leserinnen und Leser erfahren spannende Fakten über
seine Bedeutung als Zufluchtsort für die Tier- und Pflanzenwelt und deren
Zusammenhänge. Kreative Gestaltungsvorschläge laden dazu ein, einen Beitrag zur
Aufwertung von Friedhöfen als Lebensraum zu leisten.
„Im Leben nicht!“ richtet sich auf Gefühls- wie auf Sachebene an die ganze
Familie und plädiert für mehr Leben an einem besonderen Ort.
Wie tröstet man Menschen in ihrer Trauer? Verlust kann Neubeginn bedeuten. Doch wer ist in der Lage, eine solch philosophische Haltung im Augenblick des Verlustes, der von Schmerz und Trauer, Schock und Desorientierung gekennzeichnet ist, einzunehmen? Eva Dietsche hat mit Menschen gesprochen, die einen solchen Schmerz durchlebt und durchlitten haben. Ausgehend von diesen Gesprächen hat sie drei Lebensgeschichten aufgeschrieben und Gedichte zum Thema illustriert.
Wie gut kennt man seinen Sohn eigentlich? Das fragt sich eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat. Tagebuchaufzeichnungen lassen sie ihren verschlossenen, nachdenklichen und lebenshungrigen Sohn rückblickend neu entdecken. Ein Mann, dessen Frau gestorben ist, erfährt, was es bedeutet, sich nach dem Tod des geliebten Menschen neu orientieren und finden zu müssen. Nach dem Tod seines Bruder erlebt der Zurückgebliebene bei der Totenwache eine Nähe mit dem Reich des Todes, das ihm die Grenzen der Alltagswahrnehmung vor Augen führt. Dabei entdeckt er auch, wie viel Licht in der Trauer sein kann.
"Im Verlorenen sich neu zu finden", so hat Eva Dietsche die Sammlung von Geschichten, die auf vielen Gesprächen beruhen, genannt. Die Erzählungen machen deutlich, dass der Tod unabhängig vom Alter - "plötzlich und unerwartet" wie es in vielen Todesanzeigen heißt - eintreten kann. Die schlichte und einfühlsame Sprache zeigt, dass Tod und Trauer zum Wesentlichen hinführen, zu Mitgefühl und Einfühlungsvermögen, zur zentralen Bedeutung des Gesprächs und der Gemeinschaft. Sie zeigen, dass, wenn auch in der Trauerpsychologie von Trauerprozess und Trauerphasen, Trauerverarbeitung und Trauerbewältigung gesprochen wird, doch jeder auf ganz eigene Art trauert. Gerade die Unterschiede, wie Trauer erlebt und wie ihr begegnet wird, machen Mut, sich auf die eigenen Gefühle der Trauer einzulassen.
Wer trauert, kann sich oft nicht mehr konzentrieren, kann seiner gewohnten Arbeit nicht mehr nachgehen, kann nicht mehr lesen, kann vielleicht nicht einmal mehr Freunde sehen. Gerade die Art des individuellen Umgangs mit der Trauer der anderen kann Kraft geben in einer Situation der eigenen Hilflosigkeit und Traurigkeit. Schon die wunderbaren Photographien, die jeweils ein Motto der Erzählungen illustrieren, haben etwas Tröstendes, indem sie auf die Schönheit dieser vergänglichen Welt verweisen. Die den Band beschließenden Gedichte nehmen den Lesern für Augenblicke die Erdenschwere.
Knietzsche und der Tod ist genau das, was ein Kind gerade braucht. Mal ein Freund im Trauerausnahmezustand. Mal informativer Lesespaß für Neugierige. Hier kommt ein Buch, das zum Nachdenken und Fragen stellen anstiftet und den Leser davon überzeugt, dass das Leben so schön wie möglich sein sollte und nach dem Tod alles möglich ist.Für Kinder verständlich werden folgende Fragestellungen erklärt:- Was passiert ganz genau, wenn jemand stirbt? - Was haben Maden damit zu tun und - wieso beweist die Mathematik, dass Sterben eine schlaue Sache ist?- Wie wird man in den unterschiedlichen Religionen bestattet und - was für Bräuche gibt es bei uns und in anderen Ländern?
Knietzsche, der kleinste Philosoph der Welt, versucht die schwierigsten Dinge und Themen dieser Welt zu verstehen. Dabei werden in kindgerechter Sprache der Tod, die Demenz, die Trauer, das Glück, das Mobbing und noch viele weitere Themen erklärt. In einer ehrlichen, liebevollen, tröstenden, spannenden und sogar manchmal lustigen Art und Weise erzählt Knietzsche von seinen Abenteuern und Erlebnissen. Jüngst ist das neue Miniformat-Buch „Knietzsche und die Bestattung“ erschienen. Darin erzählt Knietzsche eine kleine Geschichte über die letzte Reise. „Denn wer für immer die Erde verlässt, sollte den schönst möglichen Abschied feiern.“ Wie das genau aussieht und welche Rolle Bestatterinnen und Bestatter dabei spielen, weiß Knietzsche. Gefördert von Stiftung Deutsche Bestattungskultur und Funus Stiftung.
In „Knietzsche und die Sternenkinder“ begegnet der kleinste Philosoph der Welt einem besonders stillen Thema: dem Abschied von Kindern, die nicht leben durften. Einfühlsam, ehrlich und hoffnungsvoll erklärt Knietzsche, was es bedeutet, ein Sternenkind zu haben – und wie Liebe, Erinnerung und Trauer miteinander verbunden bleiben.Das Buch richtet sich an Kinder, Eltern, Pädagog*innen und alle Begleitenden, die Wege suchen, über Verlust zu sprechen, Gefühle zu verstehen und Trost zu finden. Mit einfachen Worten und liebevollen Bildern schafft es einen Zugang zu einem Thema, das oft sprachlos macht – und öffnet Raum für Mitgefühl, Fragen und gemeinsames Erinnern. Gefördert wurde das Buch von der Stiftung Deutsche Bestattungskultur und der FUNUS Stiftung.
Es Alex ist erst drei Jahre alt, als sein Vater einen schweren Herzinfarkt erleidet. Ganz allein schafft er es Hilfe zu holen, doch sein geliebter Papa stirbt noch im Krankenwagen. Das illustrierte Buch erklärt Kindern in altersgerechten Worten den (plötzlichen) Tod eines nahestehenden Menschen und versucht behutsam Antworten zu geben auf die Fragen, die Kinder in so einer Situation beschäftigen: Wirst Du auch sterben, Mama? Wer kümmert sich dann um mich? Wann muss ich sterben?Im Fachteil, der sich an die autobiografische Bildergeschichte anschließt, erläutert der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut Hans Hopf, wie Kinder nach einem Verlust trauern. Die Autorin selbst beschreibt sehr persönlich, wie sie die Trauer von Alex erlebt hat und wie das Glück nach dem schweren Verlust wieder in die Familie eingezogen ist. Mit hilfreichen Adressen und Buchtipps. Empfehlung ab 4 Jahren.
Konjunkturen des Todes Facetten des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit dem TodDie Jahre 2020/21 bedeuten eine Zäsur für den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Die sogenannte Corona-Pandemie holte den Tod aus seinem Versteck und ließ ihn über die tägliche Dokumentation von Infektionen und Sterbefällen zu einer ständig aktua-lisierten Neuigkeit werden.Dramatische Bilder aus Intensivstationen und Berichte von überfüllten Krematorien prägten sich tief in das Gedächtnis ein. Das verstärkte öffentliche Interesse, die Visualisierung und die Alltäglichkeit des Todes treffen dabei auf eine Gesellschaft, in welcher der Diskurs über das Sterben, sowie auch die Symbolik des Todes Konjunktur haben, aus deren Mitte sich der unmittelbar erlebte Tod aber längst zurückgezogen hat. Der ursprünglich als mahnendes Memento mori-Motiv fungierende Totenschädel hat selbst die Laufstege der Haute Couture erobert und Podcasts sowie TV-Themenwochen diskutieren den Tod. Das Sterben selber ist jedoch aus einer öffentlichen Wahrnehmung in die Kranken-häuser und Hospize verlagert worden. Beerdigungen finden nur noch in kleinem Kreis statt, getrauert wird zumeist im Privaten. In einer säkularisierten Welt, in der der Himmel entvöl-kert und der Tod endgültig ist, wird sein Verdrängen intensiver. Ausgehend von Werken aus der Grafiksammlung Mensch und Tod spannt der vorliegende Band einen Bogen von Darstellungen des Todes in der bildenden Kunst über die demografi-sche Entwicklung bis hin zu den dazugehörigen gesellschaftlichen Diskursen vom Spätmittel-alter bis heute.
Mit der Einweihung des ersten Krematoriums in Gotha, 1878, wurde in Deutschland trotz anfänglicher kirchlicher Widerstände ein neuer Weg der Bestattung eingeschlagen. Weitere Krematorien folgten in vielen Städten, die mit dem zunehmenden Flächenverbrauch von Friedhöfen zu kämpfen hatten.
Die Entwicklung der Kremationsanlagen war in den Anfangsjahren bis weit in das vergangene Jahrhundert geprägt von der Steigerung der verbrennungstechnischen Effizienz. So wurde der Schritt von koksbefeuerten zu meist gasbefeuerten Ofensystemen vollzogen. Mit steigendem Umweltbewusstsein wurde in den Achtziger Jahren begonnen, die Einäscherungsöfen zunächst mit Staubfiltern später mit komplexen Rauchgasreinigungsverfahren auszurüsten. Dabei haben sich als gängige Verfahren sowohl die Schadgasadsorption als auch die katalytische Filtration als effiziente Lösungen herauskristallisiert, die heute mit modernen Prozesssteuerungsbaugruppen komplettiert werden.
Das veränderte Verständnis von Krematorien als Ort des Abschieds führte zu einer intensivierten öffentlichen Diskussion über die technisch-betriebswirtschaftlichen Standards einerseits und den pietätvollen Umgang mit Verstorbenen andererseits. In nationalen und internationalen Arbeitsgruppen beschäftigen sich Fachleute mit diesen Fragestellungen und entwickeln Grundregeln für die Kremation. Auch die für Deutschland anzuwendende VDI-Richtlinie 3891 „Emissionsminderung Einäscherungsanlagen“ befindet sich in der Überarbeitung.
Die Tagung „Krematorium – Technische und Betriebswirtschaftliche Tendenzen“ hat neben den verfahrens- und prozesstechnischen Aspekten auch die Möglichkeiten der räumlichen Gestaltung unter besonderer Berücksichtigung ethischer Grundregeln für die Konzeption zukunftsweisender Krematorien in Deutschland aufgezeigt.
Der Dachs war immer zur Stelle gewesen, wenn eines der Tiere ihn brauchte. Den Frosch hatte er Schlittschuh laufen gelehrt, den Fuchs das Krawattenknoten schlingen und Frau Kaninchen hatte von ihm sein Spezialrezept für Lebkuchen bekommen. Die Tiere reden oft von der Zeit, als Dachs noch lebte. Und mit dem letzten Schnee schmilzt auch ihre Traurigkeit dahin. Es bleibt die Erinnerung an Dachs, die sie wie einen Schatz hüten.
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
Die vorliegende Sammlung von Gedanken über Tod und Trauer orientiert sich an der Auswahl vieler Menschen, die Leiden und Sterben in ihrem unmittelbaren Umfeld schmerzlich erfahren mussten. Welche Gedanken sprechen die Menschen an und sind in einer solchen Grenzsituation hilfreich? Was kann hierbei über die nicht selten anzutreffende Sprachlosigkeit hinausführen? Welche Worte haben die Kraft, auf den meist langen, aber heilsamen Weg der Trauerbewältigung zu führen?
Diese Textsammlung ist eine praktische Hilfe bei der Suche nach angemessenen Worten für eine Todesanzeige, eine Trauerrede oder ein Kondolenzschreiben. Sie hilft der persönlichen Erinnerung, der Verarbeitung des Erlebten und der Erkenntnis, dass Leben und Tod untrennbar zusammengehören.
Gregor F. Buiting, Jahrgang 1950, ist in Essen-Borbeck geboren. Zeitgleich mit dem Abitur legte er ein Kirchenmusik-Examen ab und arbeitete neben dem Studium als Organist. Danach wirkte er viele Jahre als Studienrat für Deutsch und Musik. Parallel hierzu war er im Beerdigungsinstitut der Eltern engagiert, das er nach deren Ausscheiden übernahm und zur Bestattungskultur Buiting KG ausbaute, bevor er die Leitung an die Söhne Sebastian und Matthias übergab.
Memento Mori 4.0: Die neue Generation der Bestatter*innen
ist eine authentische Dokumentation, die tief in die Seele eines
Berufsstandes eintaucht, der sich aktuell in einem existenziellen
Umbruch befindet. Den moralischen und ethischen Grundwerten des Berufes
verpflichtet, sucht eine junge Generation nach neuen und zeitgemäßen
Symbolen und Ritualen, um Trauer und Schmerz, Trost und Empathie
Ausdruck zu verleihen. Dem Fotografen Andreas Teichmann ist es
über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren gelungen, Zugang zu einer
Branche zu bekommen, der bisher nur wenigen gewährt wurde. Seine
Aufnahmen zeigen die Arbeitswirklichkeit junger Bestatter*innen abseits
vermeintlicher Klischees und falscher Vorstellungen. Was bewegt
einen jungen Menschen, Bestatter*in zu werden? Und wie verändert sich
das eigene Leben, wenn man sich immer wieder mit dem Tod beschäftigt?
Anhand von 16 jungen Persönlichkeiten dokumentiert Teichmann seine
fotografische Recherche, die ihn in alle Regionen des Landes geführt
hat. Begleitet von einfühlsamen Gesprächen, offenbaren seine Aufnahmen
unerwartete Begebenheiten und Einsichten in den Arbeitsalltag und die
Gedankenwelt der Porträtierten.
16 Begegnungen mit jungen Bestatter*innenFaszinierender Einblick in eine unbekannte WeltEin Berufsstand im Umbruch
Die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod, Abschiednehmen und Trauern in der Musik ist das zentrale Thema des im Anschluss an das Symposium „Musica et Memoria – Trauermusik durch die Jahrhunderte“ erschienenen Tagungsbandes.
Das gemeinsam vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. und der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf veranstaltete Symposium hatte sich der Herausforderung gestellt, gerade nicht den modernistischen und populären Strömungen heutiger Bindungslosigkeit zu folgen, sondern sich der Spannung zu stellen, die in der menschlichen Urerfahrung von Leben und Tod stetig präsent ist – freilich auf primär musikalischer Ebene.
Die einzelnen Beiträge vermitteln aus jeweils unterschiedlichen Verständnissen heraus verschiedene Perspektiven zur Trauermusik: Grundsätzliche Überlegungen zur Bedeutung und Entwicklung von Trauermusik, kirchliche Traditionen, musikalischen Ausdrucksformen verschiedener Kulturen und Zeiten vom Mittelalter bis heute zeigen die vielfältigen Wirkungsweisen der „Musik im Angesicht des Todes“. Diese Zusammenstellung ist ein grundlegender Beitrag zur Bedeutung der Musik für das Leben, insbesondere in Situation der Trauer und des Übergangs. Der Tagungsband regt dazu an, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen, das bei der Gestaltung von Abschiedsfeiern nicht fehlen darf.
Der neue Ratgeber im Trauerfall ist da. Der Ratgeber wurde inhaltlich überarbeitet und aktualisiert. Mit ihm bieten Sie Ihren Kunden die bewährten Vorzüge, die Sie von einem kompetenten Ratgeber im Trauerfall erwarten: Leicht verständliche und hilfreiche Informationen für Hinterbliebene und alle Antworten auf die Frage „Was ist nach einem Todesfall zu tun?“.Der Ratgeber zeigt die verschiedenen Bestattungsarten auf und gibt wertvolle Ratschläge zur Gestaltung der Trauerfeier, von Todesanzeigen, Texten für Trauerschleifen und Danksagungen. Hier finden die Hinterbliebenen kompakte Informationen zu den zentralen Fragen, die sich nach einem Todesfall stellen: Wer bestimmt, wie die Beerdigung gestaltet wird? Wie setzen sich die Bestattungskosten zusammen? Ist eine würdevolle Bestattung tatsächlich eine Frage des Preises? Der Ratgeber gibt schnelle Hilfe und ermutigt, sich der Trauer zu stellen und einen liebevollen Abschied zu gestalten. Ausführlich widmet sich der Ratgeber auch den juristischen und steuerlichen Fragen, die der Trauerfall nach sich zieht. Hier erfahren Hinterbliebene und Angehörige, welche Regelungen im Erbfall oder bei der Kranken- und Rentenversicherung greifen. Auch Fragen nach dem Umgang mit Mitgliedschaften oder Mietverhältnissen werden eingehend erörtert. Mit dem neuen Ratgeber im Trauerfall geben Sie Ihren Kunden ein kompaktes Nachschlagewerk an die Hand, das in der Zeit vieler schwerer Entscheidungen hilfreiche Unterstützung und Sicherheit gibt.
Die erste deutschsprachige Kulturgeschichte der Trauerkleidung „Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“ erinnert in Zeiten einer sich rasant verändernden Trauer- und Erinnerungskultur daran, welchen Raum die Trauer einmal eingenommen hat.
Schwermut und Schönheit sind zwei Seiten einer Medaille. Zwischen klösterlicher Entsagung und erotischer Attraktivität hat sich über die Jahrhunderte – insbesondere im Bereich der Witwenkleidung – ein reiches Spektrum an Ausdrucksformen entfaltet, das von sackartigen, mönchsgleichen Verhüllungen bis zu extravaganten, modischen Trauerballkleidern reicht.
Trauerkleidung und Trauerschmuck wurden nicht nur am Tag der Beisetzung, sondern lange darüber hinaus getragen. Etikettevorschriften und Trauerordnungen gaben vor, was von wem wie lange in Zeiten der Trauer getragen werden sollte. Volltrauer, Halbtrauer, Austrauer bezeichneten die Phasen der Trauer, die durch unterschiedliche Farben, Schnitte und Accessoires der Trauerkleidung zum Ausdruck gebracht wurden.
Die Gefühle der Trauernden wurden unter schwarzen Schleiern und Stoffen aber nicht nur verborgen, sondern durch die Verhüllung zugleich öffentlich sichtbar.
Höfische, bürgerliche und volkstümliche Trauerzeremonien brachten eine eigene Trauerkleidung hervor. Die Kulturgeschichte zeigt die Vielfalt der regionalen Besonderheiten ebenso wie die feinen Unterschiede, die den sozialen Stand, die religiöse Zugehörigkeit oder auch das Geschlecht der Trauernden symbolisierten.
Die erste deutschsprachige Kulturgeschichte zur Trauerkleidung:
Hier werden über Jahrhunderte bestehende Traditionen des Ausdrucks der Trauer durch die Kleidung aufgezeigt, dokumentiert durch zahlreiche Gemälde und literarische Zeugnissen.
Es wird deutlich, dass Trauerkleidung nicht nur Teil der Kostüm- und Modegeschichte, sondern ebenso der Trauer- und Erinnerungskultur ist.
Das Buch zeigt, dass Trauerkleider nicht nur eine psychologische, sondern ebenso eine gesellschaftliche Funktion erfüllten. So standen Witwen beispielsweise für eine neue Heirat zur Verfügung, die in Adelskreisen zu neuen Machtkonstellationen führen konnten.
In Zeiten, in denen die Trauer kaum noch öffentlich sichtbar ist, erinnern die Geschichten der berühmten Trauernden daran, dass Trauer nicht nur eine private, intime Dimension hatte. Etikettevorschriften und Trauerordnungen gaben vor, was von wem wie lange in Zeiten der Trauer getragen werden sollte.
Hatte der Ausdruck der Trauer über Jahrhunderte eine repräsentative, öffentliche Statusfunktion, wurde diese zunehmend von einer privaten, intimen Funktion abgelöst, bis sie sich im 21. Jahrhundert fast vollständig aufgelöst hat.
Die Erstellung des Buches wurde gefördert durch:
Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. Stiftung Humatia für Sepulkralkultur
Der Tod begegnet uns in unserer Gesellschaft meist still und im Verborgenen. Insbesondere wenn Kinder während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach sterben, bleibt diese Erfahrung in starkem Maße tabuisiert. Bis zu 5.000 Eltern in Deutschland müssen erleben, wie sich die Vorfreude auf ihr Kind in eine Familientragödie verkehrt, wie sie mit ihrer Erfahrung weitgehend allein gelassen werden.
Still geboren ist eine einfühlsame Annäherung an das Thema des frühen Kindstods. Das macht dieses Buch in seiner Art einmalig. Es verarbeitet die sorgfältig recherchierten Erfahrungen von betroffenen Eltern und beruflich Involvierten – wie Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen, Seelsorgern und Bestattern. Ohne in den Duktus von Ratgeberliteratur zu verfallen, führen uns die Autorinnen in ihrem Text und mit den Aquarellen der Künstlerin Anja Sommer behutsam ganz nah an die Schicksale ihrer Protagonistinnen heran. Ergänzt um historische Perspektiven spüren sie Ritualen des Abschiednehmens nach, die den gemeinsamen Umgang mit solch existentiellen Situationen erleichtern können. Lesenswert ist es daher auch für alle nicht unmittelbar Betroffenen, da es hilft, der Trauer im Familien- und Freundeskreis weniger mit Beklemmung und Sprachlosigkeit als mit Verständnis und Einfühlsamkeit zu begegnen.
„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“. Dieses knappe Memento mori aus der Bibel (Hiob 9,34-35; Ps. 90,3) hat auch nach der Säkularisierung und Aufklärung nichts an Aussagekraft und Gültigkeit verloren. Und es gilt auch für den Menschen der Moderne, für den der Tod eine der letzten verbliebenen Rätsel und Gewissheiten geblieben ist.Im vorliegenden Band wird der Bogen gespannt von der Vorstellung des Todes als Bruder des Schlafes, des Einschlummerns über Klage in einem Psalmlied wie „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, weiter über die Ästhetisierung des Todes in Schillers „Auch das Schöne muss sterben“, bis hin zum erlösenden Moment der letzten Strophe des Chorals „Jesus meine Zuversicht“, in der es hoffnungsvoll heißt: „Seid getrost und hocherfreut / Jesus trägt euch, seine Glieder…“Marcel Feldberg im Vorwort
Todesmutig. Mut gehört zu einer der sieben christlichen Tugenden neben Glaube, Liebe, Hoffnung, Weisheit, Gerechtigkeit und Mäßigung. Doch wer hat den Mut, dem Tod täglich ins Angesicht zu schauen? Ärzte, Hospizmitarbeiter, Seelsorger, Pathologen oder auch Bestatter sind so todesmutig. Der Tod gehört zum Leben und doch auch wieder nicht. Wir haben den Umgang mit Verstorbenen in unserer Gesellschaft weitgehend an Spezialisten des Todes delegiert.
Wer weiß heute eigentlich noch, wie man mit einem Toten umgeht? Augen schließen, waschen, kämmen, ein letztes Mal pflegen, einkleiden, aufbahren oder Hände falten – alles Tätigkeiten, die früher selbstverständlich von den Angehörigen der Verstorbenen ausgeführt wurden.
Tote zu bestatten gehört im Christentum zu den sieben Werken der Barmherzigkeit ebenso wie Hungernde zu speisen, Fremde zu beherbergen, Kranke zu pflegen, Gefangene zu besuchen, Nackte zu kleiden oder Armen zu helfen. Der Wert der Barmherzigkeit liegt darin, Notleidenden zu helfen, ohne dabei an den Lohn zu denken.
Doch dieses Werk der Barmherzigkeit wurde in der Geschichte der Menschheit zunehmend vernachlässigt und an verschiedene Berufsgruppen abgegeben. Das vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. initiierte Buch von Jeanne E. Rehnig „Todesmutig. Das siebte Werk der Barmherzigkeit“ zeigt, wie viele Menschen an einer Bestattung beteiligt waren und zeichnet den Prozess der zunehmenden Professionalisierung vom Mittelalter bis heute nach.
Dabei geht es um
Nachbarn Beginen & Begarden Seelnonnen & Bruderschaften Zünfte & Gilden Nonnen & Mönche Leichenbitter & Todansager Totenfrauen & Guttod-Beterinnen Klageweiber & Totenwächter Fuhrunternehmer & Schreiner Schneider & Juweliere Totenbeschauer & Totengräber Pfarrer & Seelsorger Floristen & Steinmetzen Fotografen & Friedhofsgärtner Sargträger & Fackelträger Grabredner & Maskenbildner Keramiker & Kremationstechniker Komponisten & Musiker Leichenbeschauer & Thanatopraktiker oder auch Zeremonienmeister & Bestatter
Während Totengräber lange Zeit zu den so genannt „unehrlichen“ Berufen gehörten, hat sich das Image der Bestattungsbranche durch die Professionalisierung im 20. Jahrhundert nachhaltig verändert. So zählen zu den Todesmutigen heutzutage fast nur noch die Spezialisten.
Todesmutig. Das siebte Werk der Barmherzigkeit ist das bedeutendste Buch über die Kulturgeschichte der Bestattungsbranche:
Erstmals wird die Geschichte der Bestattungsbranche über acht Jahrhunderte historisch aufgerollt.
Die erstmals in dieser Zusammenstellung zu sehenden farbigen Abbildungen zeigen, dass die mit der Bestattung verbundenen Aufgaben durchaus nicht immer tabuisiert waren.
Alle mit der Bestattung verbundenen Tätigkeiten sind mit faszinierenden Darstellungen in der Kunstgeschichte belegt .
Die Entwicklung der Bestattungsbranche zeigt den Prozess der Professionalisierung, bei dem unterschiedlichste Berufe und Tätigkeiten zunehmend zusammengeführt worden sind, die heutzutage das Spektrum des modernen Dienstleistungsangebots eines Bestattungsinstituts ausmachen.
In einer so traditionsreichen Branche wie der Bestattungsbranche kann die Geschichte von Bestattungsinstituten mit allgemeinen Entwicklungen regionaler Bräuche und Riten in Deutschland verglichen werden.
Es wird deutlich, wie viele Nachbarbranchen in die Bestattungsbranche involviert sind, wie Schneider, Juweliere, Papierwaren- oder Trauerwarenhersteller.
Das Buch gibt Einblick in die anspruchsvollen und vielfältigen Tätigkeiten eines modernen Bestatters.
Das opulent illustrierte Buch verändert das Image der Bestattungsbranche – vielleicht sogar bei denjenigen, die die Themen Tod und Sterben bisher verdrängt haben.
Zu dem Buch ist die gleichnamige Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur in Kassel vom 17.09.06-11.02.07 zu sehen.
Die Erstellung des Buches wurde gefördert durch:
Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V.
Stiftung Humatia für Sepulkralkultur
Trauer verstehen – Mit Trauer umgehen
Was geschieht eigentlich, wenn jemand trauert? Gibt es verschiedene Phasen der Trauer, in denen unterschiedlich getrauert wird? Wie kann Trauernden geholfen werden? Welche Art der Begleitung können Bestatter anbieten? Das Lehrbuch „Trauerpsychologie“ führt in die wesentlichen Aspekte der Trauer ein. Trauer, Trauerprozess, Trauerphasen und Trauerarbeit werden so behandelt, dass Trauerbegleiter wie Bestatter, Seelsorger oder Theologen konkrete Hilfestellungen bei der Trauerbewältigung anbieten können. Auf besonders schwierige Trauersituationen – wie die Trauer der Eltern nach dem Tod ihres Kindes oder die Auseinandersetzung mit dem Suizid eines nahe stehenden Menschen – wird gesondert eingegangen. Es geht auch um pathologische, d. h. krankhafte Formen der Trauer in Abgrenzung zu normaler Trauer und um die psychische Belastung, der Trauerbegleiter selbst ausgesetzt sind. Nur, wer die Aufgaben der Trauerarbeit kennt und weiß, wann Trauer zu einem psychischen Problem wird, kann Trauernde professionell begleiten. Praktische Tipps zeigen, worauf es in Einzel- und Gruppengesprächen mit Trauernden ankommt. Das Buch eignet sich als Begleitlektüre für Seminare in Trauerpsychologie ebenso wie zum Selbststudium. Es wendet sich an alle, die trauernde Menschen begleiten möchten, wobei die Situation von Bestattern besonders berücksichtigt wird.
Der Mensch stirbt so wie er gelebt hat und so soll er auch verabschiedet werden – individuell. Hierzu bedarf es eines Zeremonienmeisters, der sich mit Tod und Trauer auskennt. Bestatter kümmern sich gemeinsam mit den Angehörigen um die „letzten Dinge“ und gestalten den Abschied.
Der Praxisratgeber vermittelt Kenntnisse und Anregungen zur kreativen Gestaltung des Abschieds anhand von bewährten Beispielen aus der Praxis. Wichtige Aspekte bei der Aufbahrung in der Wohnung oder im Krankenhaus werden ebenso berücksichtigt wie die zentralen Elemente der Trauerfeier. Es werden Symbolhandlungen für Kinder und verwaiste Eltern beschrieben, traditionelle Totengebete und moderne Texte vorgestellt und Tipps für die Zusammenarbeit mit Pfarrern, Musikern und Floristen gegeben. Dabei wird die Perspektive der Trauernden ebenso berücksichtigt, wie die konkreten Anforderungen an Bestatter im Alltag.
Zentrales Anliegen ist, hilfreiche Traditionen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und neue Wege zu beschreiten, um den Abschied bewusst zu gestalten. Denn Trauernde brauchen Rituale.
Welche Rituale gibt es? Welche Rituale eignen sich für unterschiedliche Situationen? Warum sind Rituale so wichtig? Dieses Wissen gehört zur Expertise von Bestattern, die Menschen bei der Gestaltung des individuellen Abschieds beraten.
Ein Buch aus der Reihe Praxisratgeber für Bestatter – Mehr wissen, mehr bieten.
Ein besonderes Ausstellung- und Buchprojekt zum Phänomen von Tattoos im Kontext der Trauer von Katrin Hartig und Stefanie Oeft-Geffarth.
"Das ist wie Berührung...””Eine Kommunikationsfläche...””Teil meiner Identität””Ausdruck meines Schmerzes””Ein Liebesbekenntnis””Verbindung zu meinem Kind””Eine Art bleibende Narbe””Etwas, woran man sich festhalten kann””...als ob ich den Jungen streichle””Nah an meinem Herzen”
— Aussagen der Protagonisten
Die Bestattungsbranche – eine der traditionsreichsten Branchen – ist in einem dramatischen Umbruch begriffen. Wenn über Jahrhunderte tragende Traditionen und Rituale aufgegeben werden, stellt sich die Frage nach den Ursachen und Folgen.
Das Spektrum der Beisetzungsmöglichkeiten bewegt sich von anonymen Beisetzungen bis zu aufwändigen Eventbestattungen zwischen Trivialisierung und Individualisierung. Angesichts so genannter Billigbestattungen und wertvoller Trauerdiamanten stellt sich deshalb die Frage, welchen Wert Bestattungsrituale heutzutage als Übergangsritual in unserer Gesellschaft noch haben.
Sozialbestattungen nehmen ebenso wie anonyme Beisetzungen in signifikantem Ausmaß zu. Umfragen zufolge stehen mehr und mehr Menschen der Beerdigung gleichgültig gegenüber. Während neue Tierfriedhöfe eröffnet werden, verändern Beisetzungsformen in Wäldern, auf Wiesen oder in Bergen die Bedeutung des Humanfriedhofs, der über Jahrhunderte ein besonderer Ort der Trauer und des Erinnerns gewesen ist.
Wenn aus der Asche eines Verstorbenen so genannte Trauerdiamanten gepresst werden, der Ruf nach Urnen im Bücherregal laut wird und Butterfahrten zu Krematorien veranstaltet werden, sagt das etwas aus – über unser Menschenbild, unsere Werte und unser Selbstverständnis.
Zu diesen aktuellen Entwicklungen beziehen renommierte Vertreter aus den Bereichen Theologie, Bestattungs- und Friedhofsbranche, Medien und Politik Position und geben mit den vorliegenden Beiträgen Impulse für die Gestaltung der Bestattungskultur der Zukunft.
Der Tod ist eine Tatsache. Er ist unumkehrbar, ist unumgänglich. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht Zeuge eines Todesfalls werden: Ein Prominenter stirbt und über die Nach-richten wird die ganze Republik zur Anteilnahme eingeladen. In den letzten Jahren häufen sich Berichterstattungen über Trauerfeiern für die im Auslandseinsatz gefallenen Soldaten der Bundeswehr. In eindringlicher Erinnerung geblieben sind auch die bewegenden Berichte von der Gedenkfeier für die Opfer rechtsextremistischer Gewalttaten. Der vorliegende Band dokumentiert und reflektiert eine Tagung des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur und der Forschungsstelle für Sepulkralmusik der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. In verschiedenen Vorträgen und Foren wurden Bestandsaufnahmen, historische Rückblicke und Perspektiven für die Zukunft aus gesellschaftspolitischer, kulturwissenschaftlicher, historischer und theologischer Sicht vorgestellt. Die Beiträge dieses Bandes zeigen den Stand der gegenwärtigen Diskussion auf, versuchen aber auch, Impulse für eine weitergehende Diskussion zu entwickeln.
Mit dem Titel „Bestattungsvorsorge Vorausgedacht“ erscheint der neue Ordner erstmals in neuem Layout. Frisch, modern und kompetent ist das neue Informationsmedium und verschafft Bestattungsvorsorgenden und Angehörigen Klarheit in Sachen Bestattungsvorsorge. Auch der praktische Nutzen des Ordners ist unschlagbar. Übersichtliche Rubriken und Trennblätter zeigen an, welche Dokumente wohin gehören. So sind Vorsorgeverträge, Vollmachten oder Versicherungspolicen stets komplett beisammen und können ohne langes Suchen gefunden werden:
Allgemeine Informationen
Erbfolge und Erbfall
Vollmachten und Verfügungen
Dokumente und Verträge
Alle wichtigen Formulare und Dokumente können ergänzend im Ordner abgeheftet werden, sodass diese mit einem Griff zur Hand sind.
Mit dem Titel „Bestattungsvorsorge Vorausgedacht“ erscheint der neue Ordner erstmals in neuem Layout. Frisch, modern und kompetent ist das neue Informationsmedium und verschafft Bestattungsvorsorgenden und Angehörigen Klarheit in Sachen Bestattungsvorsorge. Auch der praktische Nutzen des Ordners ist unschlagbar. Übersichtliche Rubriken und Trennblätter zeigen an, welche Dokumente wohin gehören. So sind Vorsorgeverträge, Vollmachten oder Versicherungspolicen stets komplett beisammen und können ohne langes Suchen gefunden werden:
Allgemeine Informationen
Erbfolge und Erbfall
Vollmachten und Verfügungen
Dokumente und Verträge
Alle wichtigen Formulare und Dokumente können ergänzend im Ordner abgeheftet werden, sodass diese mit einem Griff zur Hand sind.
Nutzen Sie den neuen Bestattungsvorsorgeordner als sinnvolle und attraktive Ergänzung zu Ihren Prospekten und Ratgebern, mit denen Sie Ihre Kunden bereits informieren.
Bestellen Sie den neuen Ordner als exklusiven Info-Service für Ihre Vorsorgekunden.